Foto aus der Kanzlei ROMBACH - Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter (Seite "Aktuelles")

Vorläufiges Insolvenz­verfahren: Autohaus Schorr GmbH stellt sich neu auf.

Eisenach, 24.02.2026. Über das Vermögen der Autohaus Schorr GmbH mit Hauptsitz in Eisenach ist Anfang Februar 2026 das vorläufige Insolvenz­­verfahren angeordnet worden. Das Amtsgericht Meiningen bestellte Rechtsanwalt Rolf Rombach, Partner und Gründer der Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter, zum vorläufigen Insolvenz­verwalter.

Das traditions­reiche Autohaus betreibt neben dem Hauptsitz in Eisenach weitere Standorte in Mühlhausen, Arnstadt und Erfurt. Insgesamt sind rund 150 Mitarbeitende beschäftigt. Der Geschäfts­betrieb läuft während des vorläufigen Verfahrens uneinge­schränkt weiter. Verkauf, Service und Werkstatt stehen den Kundinnen und Kunden wie gewohnt zur Verfügung.

„Der Geschäfts­betrieb des Autohaus Schorr läuft an allen vier Standorten stabil weiter. Die Löhne und Gehälter sind durch die Insolvenzgeld-Vorfinanzierung gesichert. Unser Ziel ist es nun, zügig eine tragfähige Zukunfts­lösung für das Unternehmen zu erarbeiten.“ fasst der vorläufigen Insolvenz­verwalter RA Rolf Rombach in einer ersten Stellungnahme zusammen.

Hoher Kostendruck belastet die Branche.

Die aktuellen wirtschaftlichen Heraus­forderungen resultieren aus einem anhaltend hohen Kosten­druck im marken­gebundenen Automobil­handel. Steigende Personal­kosten, erhöhte Finanzierungs­kosten für Fahrzeug­bestände infolge des gestiegenen Zins­niveaus sowie strukturelle Veränderungen im Vertriebs­system der Hersteller belasten zahlreiche Autohäuser bundesweit.

Auch politische Rahmen­bedingungen wirkten sich aus. Die abrupte Abschaffung der Umwelt­prämie für Elektro­fahrzeuge im Dezember 2023 führte branche­nweit zu Verwerfungen. Die jüngst neu aufgelegte Förderung kann zwar Impulse im Neuwagen­segment setzen, erhöht jedoch gleich­zeitig den Druck auf die Gebraucht­wagenpreise.


"Unser Fokus liegt nun darauf, mit der Geschäfts­leitung zügig konkrete Sanierungs­schritte einzuleiten, strategische Optionen auszuloten und eine langfristig tragfähige Perspektive für das Unternehmen und seine Beschäftigten zu entwickeln."

Rechtsanwalt Rolf Rombach,vorläufiger Insolvenzverwalter


Ähnlich äußert sich auch Sascha Schorr, geschäfts­führender Gesell­schafter der Autohaus Schorr GmbH, und schaut trotz der aktuellen Situation zuver­sichtlich nach vorn: „Es wird weiter­gehen. Unser Ziel ist es, den Betrieb zu stabili­sieren und zukunfts­fähig aufzu­stellen. Dafür müssen wir im Rahmen des Verfahrens auch bestehende Strukturen kritisch prüfen.“
 

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