Foto aus der Kanzlei ROMBACH - Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter (Seite "Aktuelles")

Tradition in der Krise: Steiner Plüsch GmbH stellt Insolvenz­antrag.

Georgenthal / Erfurt, 20. Oktober 2026. Die Steiner Plüsch GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenz­verfahrens gestellt. Rechtsanwalt André Rombach, Partner von ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenz­verwalter, wurde am 14. Oktober 2026 vom Amtsgericht Erfurt zum vorläufigen Insolvenz­verwalter bestellt.

Der Geschäfts­betrieb wird aktuell voll­umfänglich fortgeführt. Die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden über das vorläufige Insolvenz­verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter der Belegschaft sind für die kommenden Monate über die Vorfinanzierung des Insolvenz­geldes gesichert.

Stabilisierung des Geschäftsbetriebs steht im Fokus

Unmittelbar nach seiner Bestellung hat sich Rechts­anwalt André Rombach gemeinsam mit seinem Team einen ersten Überblick über die wirtschaft­liche Lage verschafft. Im Mittel­punkt steht nun zunächst die Stabili­sierung des laufenden Geschäfts­betriebs.

„Die Steiner Plüsch GmbH steht für eine besondere Fertigungs­tradition in Deutsch­land“, sagt Rombach. „Individuell angefertigte Plüsch­tiere in unterschied­lichsten Größen herzu­stellen, ist eine Speziali­sierung, die nur noch wenige Unter­nehmen anbieten. Umso wichtiger ist es, die Möglich­keiten für eine Fort­führung sorgfältig zu prüfen.“

Parallel zur Fortführung und Prüfung von Sanierungs­potenzialen sollen Gespräche mit möglichen Investoren vorbe­reitet werden. Ob eine trag­fähige Lösung für das Unter­nehmen gefunden werden kann, lässt sich derzeit noch nicht absehen.

Anspruchsvolle wirtschaftliche Ausgangslage

Die wirtschaftliche Krise des Unter­nehmens ist insbesondere auf die allge­meine Kauf­zurück­haltung sowie auf den Wett­bewerb durch günstiger produzierende Anbieter zurück­zuführen. Gleich­zeitig lassen sich höhere Preise für traditionell gefertigte Qualitäts­produkte im Markt nur begrenzt durch­setzen. Dieser Prei­sdruck belastet Unter­nehmen wie Steiner Plüsch, die weiterhin auf hand­werkliche Ferti­gung in Deutsch­land setzen.

„Die wirtschaftliche Ausgangs­lage ist anspruchs­voll“, so Rombach. „Unser Ziel ist es, die vorhandenen Chancen sachlich zu bewerten und alle realistischen Möglich­keiten auszu­loten. Dazu werden wir in den kommenden Wochen die Situation genau analy­sieren und alle Handlungs­perspektiven prüfen.“

Dank für den Rückhalt aus der Belegschaft

„Die Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter ist ein wichtiges Signal. Sie ermöglicht es, den Betrieb fortzu­führen und die weiteren Schritte geordnet vorzubereiten. Dafür gilt ihnen mein ausdrück­licher Dank“, betont Rombach.
 

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