Foto aus der Kanzlei ROMBACH - Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter (Seite "Aktuelles")

Schlechte wirtschaftliche Lage trifft auf massive Kosten­steigerung: Saalfelder August Dohrmann GmbH Bauunter­nehmung stellt Insolvenz­antrag

Erfurt/Saalfeld, 22. Juni 2026. Die August Dohrmann GmbH Bauunter­nehmung mit Sitz in Saalfeld hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenz­verfahrens gestellt. Das Amtsgericht Gera ordnete daraufhin die vorläufige Insolvenz­verwaltung an und bestellte Rechtsanwalt André Rombach, Partner in der Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter, zum vorläufigen Insolven­zverwalter. Noch am selben Tag machte sich André Rombach persönlich vor Ort ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen und operativen Lage.

Das Saalfelder Unternehmen ist eine Tochter­gesellschaft der familien­geführten August Dohrmann GmbH mit Sitz in Remscheid und seit über 35 Jahren in der Region aktiv ist. Mit umfassender Bau­kompetenz im Ingenieur­bau, Straßen- und Verkehrs­wegebau, Asphaltbau, Tief- und Kanalbau sowie im Hoch- und Schlüssel­fertigbau zählt das Unternehmen zu den erfahrenen Baudienst­leistern der Region Saalfeld / Rudolstadt und darüber hinaus. Das Remscheider Stamm­haus ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Geschäftsbetrieb gesichert, Kunden und Lieferanten im Kontakt

Die gute Nachricht für Kunden und Geschäfts­partner: Der Geschäfts­betrieb ist stabilisiert, die laufenden Bauprojekte werden fort­geführt. Mit den wesentlichen Kunden und Lieferanten wurde unmittelbar Kontakt aufgenommen, um einen reibungslosen Ablauf sicher­zustellen und eine Unter­brechung der Auftrags­bearbeitung zu verhindern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden über die Situation informiert und stehen geschlossen hinter dem Unternehmen. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenz­ausfallgeld abgesichert.

„Die ersten Tage nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenz­verfahrens haben gezeigt, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in bemerkens­werter Weise hinter ihrem Unternehmen stehen, sondern auch die Kunden und Lieferanten. Unsere vorrangige Aufgabe besteht derzeit darin, die wirtschaftliche Situation umfassend zu analysieren und die vorhandenen Sanierungs­möglichkeiten auszuloten", erklärt vorläufiger Insolvenz­verwalter André Rombach.

Vielfältige Faktoren führten trotz vorhandener Aufträge in die Krise

Wie Geschäftsführer Wolf-Dietrich Spelsberg gegenüber der Presse erklärte, seien die Ursachen der Krise vielfältig: Neben massiven Kosten­steigerungen infolge der wirtschafts­politischen Rahmen­bedingungen der vergangenen Jahre hätten insbesondere fehlende qualifizierte Führungs­kräfte für die technische Geschäfts­führung und Projekt­leitung eine entscheidende Rolle gespielt.

Sanierungsoptionen und Investorenlösungen werden geprüft.

Zentrale Aufgabe von RA Rombach, der von einem Kanzlei-Team um Eric Rombach unterstützt wird, ist in den kommenden Wochen eine eingehende Analyse der wirtschaftlichen und strukturellen Rahmen­bedingungen. Ziel ist es, die vorhandenen Stärken des am Markt etablierten Bauunternehmens zu erhalten und eine nachhaltige Zukunftslösung zu entwickeln. Dabei werden sowohl Sanierungsoptionen als auch mögliche Investorenlösungen ausgelotet.

„Die August Dohrmann GmbH Bauunter­nehmung verfügt über erhebliche fachliche Kompetenz und eine langjährige Marktpräsenz – gerade im Saalfelder Umland. Gemeinsam mit der Geschäfts­führung werden wir in den kommenden Wochen daran arbeiten, eine tragfähige Perspektive für das Unternehmen zu entwickeln und möglichst viele Arbeitsplätze langfristig zu erhalten", blickt RA André Rombach mit begründetem Optimismus auf die kommenden Aufgaben.
 

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