Erfurt / Pößneck, 16. März 2026. Die Rettung der Rosenbrauerei Pößneck GmbH ist perfekt: Mit Wirkung zum 16. März 2026 übernimmt der Unternehmer André Panse den Geschäftsbetrieb der Traditionsbrauerei und führt diesen unter neuer Firmierung fort. Damit findet ein komplexes und zeitintensives Insolvenzverfahren, das am 21. Februar 2025 mit dem Insolvenzantrag am Amtsgericht Gera begann, ein erfolgreiches Ende.
Investorenlösung mit regionaler Expertise
Mit André Panse übernimmt ein Kenner der Branche das Ruder in Pößneck. Panse hatte bereits vor wenigen Jahren die Greizer Brauerei erfolgreich aus einem Insolvenzverfahren erworben und neu aufgestellt. In Pößneck wird er den Geschäftsbetrieb unter einer neuen Firmierung als GmbH fortführen.
Damit ist nach der bereits im Dezember 2025 verkündeten Rettung der Tochtergesellschaft, der Ehringsdorfer Brauerei in Weimar, nun auch die Sanierung des Mutterhauses in Pößneck vollständig abgeschlossen.
Ein „fantastischer Erfolg“ gegen den Branchentrend
Die Sanierung ist umso bemerkenswerter, da die gesamte deutsche Brauwirtschaft aktuell unter erheblichem Transformationsdruck sowie sinkenden Absätzen leidet und zuletzt zahlreiche Brauereien liquidiert werden mussten. „Wenn man bedenkt, dass in den letzten Monaten viele Betriebe stillgelegt wurden, ist dieses Ergebnis ein fantastischer Erfolg“, betont Insolvenzverwalter RA Rolf Rombach, Gründer und Partner der Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter.
„Wir haben vom ersten Moment eine enorme Verantwortung gespürt, dieses traditionsreiche Unternehmen zu retten, weil es über eine immense Strahlkraft verfügt. Das hat uns alle motiviert. Wir haben gemeinsam mit dem gesamten Kanzleiteam, das zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat, um jede Perspektive gekämpft.“
„Das war eines meiner schwierigsten, aber auch interessantesten Verfahren der letzten Jahre. Wir haben unermüdlich um den Erhalt dieses traditionsreichen Unternehmens gekämpft, das für Pößneck und die gesamte Region eine immense Bedeutung hat.“
Rechtsanwalt Rolf Rombach, Insolvenzverwalter
Seit der Eröffnung des Verfahrens am 30. April 2025 wurde der Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortgeführt. Um die Marke „Rosenbrauerei“ in der Öffentlichkeit präsent zu halten und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, wurden gezielte Werbemaßnahmen ergriffen.
Neben intensiven Kampagnen, u.a. in den sozialen Medien, unter dem Motto „Für immer Rosi“ wurde insbesondere das historische Brauereifest erfolgreich wiederbelebt, um die regionale Verbundenheit zu stärken.
Ein Erfolg, der viele tatkräftige Mitstreiter hat.
Ein Ergebnis dieser Tragweite ist nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Stakeholder möglich. „Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden, ohne deren Loyalität und Einsatz die Fortführung unmöglich gewesen wäre“, so Rombach.
„Ebenso danke ich dem Bürgermeister der Stadt Pößneck, Michael Modde, der sich unerbittlich für den Standort eingesetzt hat, sowie dem Interimsmanager Christoph Schwieter.“ Ein entscheidender Faktor im M&A-Prozess war zudem die Arbeit von Herrn Müller, Geschäftsführer der Corpeq GmbH & Co. KG, der die Übernahme in unermüdlicher Kleinarbeit mit realisiert hat.
Die Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter wünscht André Panse und der Brauerei in Pößneck für die Zukunft maximalen Erfolg.