Foto aus der Kanzlei ROMBACH - Rechtsanwälte | Insolvenzverwalter (Seite "Aktuelles")

Frankenblick Hotelbetriebs GmbH: Vorläufige Insolvenz­verwaltung angeordnet – Hotel­betrieb wird fortgeführt.

Erfurt / Masserberg, 16. Oktober 2026. Für die Frankenblick Hotelbetriebs GmbH wurde aufgrund von Fremdanträgen die vorläufige Insolvenz­verwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenz­verwalter wurde Rechtsanwalt Rolf Rombach, Gründer und Partner der Kanzlei ROMBACH Rechtsanwälte | Insolvenz­verwalter, bestellt. Das Unternehmen betreibt drei Hotels und eine Ferienhaus­siedlung in der Region Masserberg.

Der Geschäftsbetrieb wird derzeit aufrechterhalten. Die Hotels und die Ferienhaus­siedlung sind aktuell voll ausgelastet. Die für den Hotelbetrieb und die Betreuung der Gäste erforderlichen Betriebsabläufe sind weiterhin funktionsfähig. Ziel der vorläufigen Insolvenz­verwaltung ist es, zunächst den Geschäfts­betrieb zu stabilisieren und Möglich­keiten für eine Fortführung zu erarbeiten.

Durchsuchungen im Rahmen bundesweiter Ermittlungen

Am 30. September 2026 wurden Räumlichkeiten der Frankenblick Hotel­betriebs GmbH im Rahmen bundesweiter Ermittlungen wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Schleusungs­kriminalität und Schwarzarbeit durchsucht. An den Maßnahmen vor Ort waren rund 120 Polizeibeamte beteiligt.

Nach den vorliegenden Angaben waren bundesweit rund 2.200 Einsatzz­kräfte im Einsatz. Dabei wurden mehr als 100 Objekte durchsucht und zehn Haft­befehle vollstreckt. Darüber hinaus ordnete das Amtsgericht Berlin-Tiergarten Vermögen­arreste in Höhe von insgesamt 106 Millionen Euro an. Diese Angaben beziehen sich auf die bundesweiten Ermittlungsmaßnahmen insgesamt und nicht ausschließlich auf die Frankenblick Hotelbetriebs GmbH.

Die strafrechtlichen Ermittlungen und das vorläufige Insolvenz­verfahren sind getrennt voneinander zu betrachten. Gegenstand der vorläufigen Insolvenz­verwaltung sind die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft sowie die Prüfung der Voraus­setzungen für eine Fortführung des Geschäftsbetriebs.

Betriebsabläufe weiterhin funktionsfähig 

Unmittelbar nach Anordnung der vorläufigen Insolvenz­verwaltung wurden Gespräche mit der zuständigen Staats­anwaltschaft Berlin sowie mit Dienstleistern und Reise­veranstaltern geführt. Im Mittelpunkt stehen die Abstimmung der weiteren Vorgehens­weise und die Aufrecht­erhaltung der für den Hotel­betrieb erforderlichen Abläufe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Rahmen einer Betriebsversammlung über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert.

"Die vergangenen Wochen waren für die Beschäftigten mit erheblichen Heraus­forderungen verbunden. Dennoch setzen sie sich weiterhin dafür ein, den Hotelbetrieb aufrechtzuerhalten und die Betreuung der Gäste sicher­zustellen. Dieses Engagement ist für die aktuelle Situation von großer Bedeutung", erklärt Rolf Rombach.

Fortführungs­möglichkeiten werden geprüft

Im weiteren Verlauf der vorläufigen Insolvenz­verwaltung werden die wirtschaft­lichen Rahmen­bedingungen und die Möglich­keiten einer Fortführung der Betriebe untersucht. Die derzeitige Auslastung sowie die funktions­fähigen Betriebs­abläufe sind dabei wesentliche Faktoren.

Neben der wirtschaftlichen Perspektive des Unter­nehmens spielt auch die Bedeutung der Hotels und der Ferienhaus­siedlung für die Region Masserberg eine Rolle. Die Betriebe sind Bestand­teil des örtlichen touristischen Angebots und stehen in wirtschaft­licher Verbindung mit weiteren Dienst­leistern und Partnern der Region.

"Unser Ziel ist es, auf Grundlage der vorhandenen betrieblichen Strukturen eine trag­fähige Perspektive zu entwickeln. Dafür werden wir die wirtschaft­lichen Voraus­setzungen sorg­fältig prüfen und Gespräche mit den Beteiligten fort­setzen. Ob und in welcher Form eine lang­fristige Fort­führung möglich ist, wird sich im weiteren Verlauf des Verfahrens zeigen“, so Insolvenzverwalter Rombach abschließend.
 

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