Kosmos Fußball – oder wie aus erfolgreichem Sport wirtschaftlicher Erfolg werden kann

Prominent besetzt war „Kosmos Fußball“, ein Businessabend am 5. September in der Multifunktionshalle des Erfurter Steigerwaldstadions. Neben den Geschäftsführern des 1. FC Köln, Alexander Wehrle, und des FC St. Pauli, Andreas Rettig, waren es Dr. Michael Welling von der Ruhr-Uni in Bochum, TV-Sportmoderator Florian König und vor allem Reiner Calmund von Bayer 04 Leverkusen, die für einen Abend lang die verschiedenen Facetten des Kosmos‘ Fußball aus professioneller Sicht erhellten. Zusammen mit etwa 200 Gästen aus der Thüringer Wirtschaft folgten sie einer Einladung von Rolf Rombach, Vereinspräsident des FC Rot-Weiß Erfurt.

Anmoderiert von Florian König übernahm der Thüringer Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee, den Start in den vielseitigen Vortrags- und Diskussionsabend. In seinem Grußwort sprach er als Schirmherr bereits wichtige Themen wie den Transfersummen-Wahnsinn, die gesellschaftliche Verantwortung oder die regionale Bedeutung von Fußballvereinen an. Seine Frage, was man wohl alles mit den 220 Neymar-Millionen hätte anstellen können, beantwortete nach der Begrüßung durch Rolf Rombach der Vorstandsvorsitzende des Vereins Rot-Weiß Essen, Dr. Michael Welling: etwa 1.000 Mal so viel wie das, was der Viertliga-Club bislang an Engagement eingebracht hat. Der Uniprofessor stellte er Fußball als soziale Kraft vor, dessen Bedeutung für Corporate Social Responsibility und das emotionale Moment dieses Sports.

Mit einem eigens übergezogenen Aktionsshirt mit der Aufschrift „Kein Fußball den Faschisten“ machte Andreas Rettig als Geschäftsführer des FC St. Pauli deutlich, wie unkonventionell und wie deutlich Wert auf Offenheit und gegenseitigen Respekt in der Vereins- und Fankultur gelegt werden kann, wenn man es will. Sein Thema war der Spagat zwischen Kult und Kommerz. „Wir verkaufen unseren Stadionnamen nicht und verzichten damit auf eine Menge Geld.“, stellte er die spezielle Einstellung des Hamburger Clubs heraus. Weitere Besonderheiten wie ein Stadionkindergarten, zwei eigene Bienenvölker und den Verein „Viva con Aqua“ dienten als Belege für die spezielle Vereins-DNA, deren Erhalt für ihn und die Fans besonders wichtig ist.

Das Thema „Stadionneubau“ und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit eines Vereins wie dem 1. FC Köln legte dessen Geschäftsführer Alexander Wehrle in seinem Vortrag dar und konnte damit gerade in Erfurt von einer gesteigerten Aufmerksamkeit ausgehen. Ein signiertes Teamshirt aus Köln überreichte er im Laufe des Abends einem Gewinner aus dem Publikum.

In Vertretung von Jens Lehmann, der für Arsenal London bei einem Training auf der Insel gefragt war, nahm Reiner Calmund dessen Platz auf der Diskussionsbühne ein. Sein Credo: Die Stimmung im Team ist der entscheidende Faktor, um Spieler, Fans und Sponsoren bei der Stange zu halten. Sie trägt in großem Maß dazu bei, dass ein Verein Erfolg hat. Gleichzeitig betonte er die Gefahr, die von der Einflussnahme ausländischer Investoren – zum Beispiel aus China und den Golfstaaten – ausgeht. Sie wäre ein Grund, warum es in Europa kaum noch zu einer Gleichgewichtung im Wettbewerb kommen kann.

Im Anschluss an die Vorträge gab es auch für das Publikum Gelegenheiten, Fragen an die versammelte Fußballprominenz zu stellen. Ein ungezwungenes Get-together von Besuchern und Podiumsgästen ließ den kompetenzgeladenen Abend bei einem Buffet in der Zalando-Stadionlounge ausklingen.

(Fotos: Ilka Vent, Bilderzeit)

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