Rühmann Transporte beantragt Sanierung unter Insolvenzschutz

Das Logistikunternehmen Rühmann Transporte will seine Restrukturierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens fortsetzen. Dieser Schritt war notwendig geworden nachdem Gespräche mit Banken und einem Investor in der letzten Woche scheiterten. Hierbei wird der Inhaber vom Leipziger Rechtanwalt Christian Krönert von der auf Unternehmenssanierung spezialisierten Kanzlei VOIGT SALUS. als Generalbevollmächtigtem unterstützt.

„Bereits im Vorfeld gab es erfolgversprechende Gespräche mit Investoren, die jedoch vornehmlich aufgrund der umfangreichen finanziellen „Altlasten“ des Unternehmens nicht zum Erfolg geführt werden konnten. Das Unternehmen hat aber einen gesunden operativen Kern und profitiert von einer langjährigen Kundenbindung und hochmotivierten Mitarbeitern. Daher halte ich eine Sanierung des Unternehmens mit den Mitteln des Insolvenzrechtes für sehr erfolgversprechend.“ so Krönert.

Das Familienunternehmen betreibt ein Transportgeschäft und eine umfangreiche Lagerlogistik, die insbesondere auf die Lagerung und Belieferung von Zentrallagern diverser Handelsketten spezialisiert ist. Das im Jahr 1990 mit einem LKW gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit 126 Arbeitnehmer. 

Das Unternehmen war in einem allgemein schwierigen Marktumfeld aufgrund von hohen fremdfinanzierten Investitionen in der Vergangenheit in die Krise geraten. Hierzu teilte der Inhaber Herr Bert Rühmann mit: „Die Ausweitung der LKW-Maut auf alle Bundesstraßen zum 01.07.2018 und gestiegene Kraftstoffkosten haben uns letztendlich zu diesem Schritt veranlasst. Deshalb war nicht mehr genug Geld zu erwirtschaften, um unsere langfristigen Kredite abzahlen zu können.“ 

Der Geschäftsbetrieb soll unverändert weiterlaufen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde durch das Amtsgericht Gera am 29.10.2018 der Sanierungsexperte Rolf Rombach von der Kanzlei ROMBACH RECHTSANWÄLTE bestellt.  Rolf Rombach: „Wer sich nur auf den Transport von Waren konzentriert, ist austauschbar und chancenlos. Der Preisdruck ist immens. Hinzu kommt die Erweiterung der Maut auf alle Bundesstraßen.“

Die Löhne und Gehälter der 126 Mitarbeiter sind bis Ende Dezember über das Insolvenzausfallgeld gesichert, teilte das Unternehmen mit. Die Auszahlung der Löhne wird derzeit über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit vorbereitet.

„Ich habe einen intakten Geschäftsbetrieb vorgefunden. Entscheidend wird sein, dass wir gemeinsam das Unternehmen konsolidieren und so sanieren können“, so Rolf Rombach. 

„Vor uns liegen ein paar turbulente Wochen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Hilfe der Sanierungsexperten ROMBACH RECHTSANWÄLTE und Kanzlei VOIGT SALUS den eingeschlagenen Sanierungsweg erfolgreich zu Ende bringen und das Unternehmen langfristig in eine erfolgreiche Zukunft führen werden“, merkt Bert Rühmann an.

Gera | Dienstag, 29. Oktober 2018

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