Rolf Rombach sichert 320 Arbeitsplätze am Standort Gera

Erfurt - Ende September kündigte Insolvenzverwalter Rolf Rombach einen ungewöhnlichen Schritt an, um die in die Insolvenz geratene Dagro Gera GmbH in die Zukunft zu führen. Gemeinsam mit dem schwäbischen Unter-nehmen Eissmann sollte eine neue Gesellschaft entstehen. Ziel war es, die Arbeitsplätze zu erhalten und den Standort Gera nachhaltig zu sichern. Rolf Rombach bestätigte heute in Erfurt, dass sein Ziel erreicht und die Verträge unterzeichnet sind: Alle 320 Arbeitnehmer werden übernommen, der Standort Gera bleibt dauerhaft erhalten. Die neue Gesellschaft Dagro Eissmann Automotive GmbH startet mit guten Voraussetzungen in die kommenden Jahre.

An der neuen Gesellschaft hält Rolf Rombach 74 Prozent und die Eissmann Group Automotive 26 Prozent der Gesellschafteranteile. Für mindestens drei Jahre wird der Erfurter Insolvenzverwalter im Boot bleiben. Die Eissmann Gruppe besitzt ein notariell verbrieftes Vorkaufsrecht für die Gesellschafteranteile Rombachs. „Mir ist wichtig, dass die Arbeitnehmer in Gera, die völlig unbestritten ganz hervorragende Produkte für die automobile Referenzklasse liefern, ihre Arbeitsplätze behalten und mit Zuversicht ins neue Jahr starten können. Hierfür haben wir die Voraussetzungen und die Sicherheiten geschaffen“, betont Rombach.

Hintergrund dieser besonderen Konstellation ist die Tatsache, dass in der Branche trotz leichtem Aufwind die Automobilzulieferer unter einem enormen Kostendruck stehen. Notwendige Investitionen oder Zukäufe sind auch aufgrund der Zurückhaltung der Banken nur schwer darzustellen. Mit der neuen Gesellschaft hat der Investor und Systemlieferant für die Automobilindustrie Eissmann nunmehr drei Jahre Zeit sein Vorkaufsrecht zu ziehen.

Mit Audi und AMG Mercedes verhandelten Rombach und Eissmann werthaltigere Konditionen, so dass die Lieferbeziehungen zu diesen beiden Nobel-Marken der deutschen Automobilindustrie auf einem festen Fundament stehen. Die Serienfertigung für den Mercedes SLS läuft bereits, die ersten Modelle dieses Supersportwagens sollen ab Januar des kommenden Jahres ausgeliefert werden. Anlass zur Freude gibt auch die Tatsache, dass die Stückzahlen beim Audi R 8 steigen und ganz offenkundig die Automobilindustrie im Bereich der noblen Fahrzeuge wieder etwas an Fahrt gewinnt, so die Einschätzung des Erfurter Insolvenzverwalters. Für Audi liefert der thüringische Zulieferbetrieb aus Gera zum Beispiel die mit edlem Leder bezogenen Armaturenträger oder die Tür-Seitenverkleidungen.

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