Neue Gesellschaft wird gegründet

Gera/ Erfurt - Trotz jüngster Turbulenzen gute Nachrichten für den thüringischen Autozulieferer Dagro: Die Eissmann Automotive aus dem schwäbischen Bad Urach steigt bei der sich in Insolvenz befindlichen Dagro Gera GmbH ein. Nach dem Scheitern der Vertragsverhandlungen und dem Rückzug der Trans-Logo-Tech als Investor beschreitet Insolvenzverwalter Rolf Rombach einen neuen Weg, um nachhaltig den Standort Gera und die dortigen Arbeitsplätze zu sichern. Gemeinsam mit dem Industrieführer und Investor Eissmann gründet er eine neue Gesellschaft, bei der vorerst der Insolvenzverwalter Mehrheitsgesellschafter bleibt. "Für uns hat der Erhalt der Arbeitsplätze in Gera oberste Priorität", sagte Rolf Rombach heute in Gera.

Notwendig wurden die erneuten Verhandlungen durch den enormen Kostendruck in der Branche, der den bisherigen Investor, die Trans-Logo-Tech GmbH aus Markgröningen-Unterriexingen bei Stuttgart, zu Nachbesserungen in den Verträgen nötigte. Jedoch führten vor allem die Gespräche mit den Hauptauftraggebern der Dagro Gera GmbH zu keinem Ergebnis. Insbesondere die Audi AG konnte sich mit den geforderten Konditionen nicht anfreunden. Daher war der Einstieg des kürzlich präsentierten Investors hinfällig.

Heute hat sich nun der Gläubigerausschuss nach gründlicher Prüfung der eingereichten Konzepte für die schwäbische Eissmann Gruppe entschieden. Dieser Investor wird Industrieführer und kann innerhalb der kommenden drei Jahre die Gesellschafteranteile, die in der neu gegründeten Gesellschaft vorerst beim Insolvenzverwalter bleiben, komplett übernehmen. „In der Branche herrscht aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage im Bereich der Automobilindustrie ein enormer Kostendruck. Notwendige Investitionen sind auch aufgrund der Zurückhaltung der Banken nur schwer darzustellen,“ bekräftigt der Erfurter Insolvenzverwalter Rolf Rombach. „Aber ich bin zuversichtlich, dass wir bei der Dagro den Turnaround schaffen werden“. Hierfür bringe die Eissmann Gruppe, die im Jahr 2008 einen Umsatz von 160 Mio. Euro mit Standorten in neun Ländern auf vier Kontinenten zu verzeichnen hatte, beste Voraussetzungen mit, da sie bereits als Systemlieferant für die Automobilindustrie das entsprechende Know-How und vor allem umfangreiche Brachenkenntnis mitbringe. Ohne diese Insiderkenntnisse könne, so Rombach, das Unternehmen in Gera nicht auf Dauer auskommen. Deswegen die Verknüpfung der Industrieführerschaft und die gemeinsam neu gegründete Gesellschaft.

Die beiden Hauptauftraggeber Audi und die Mercedes Tochter AMG sicherten zu, weiterhin ihre Aufträge in Gera zu platzieren. Zum neuen Investor habe man volles Vertrauen, die Qualität der aus Gera kommenden Produkte sei auf einem hervorragenden Niveau und zu keinem Zeitpunkt das Problem gewesen.

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